Einweihung der Gedenkstätte für Sternenkinder


Am Montag, den 30. September 2019, ist die Gedenkstätte für Sternenkinder der Öffentlichkeit im Rahmen einer kleinen Feierlichkeit vorgestellt  worden.

Die Gespräche mit den  anwesenden Gästen, aber auch  spontane Begegnungen mit Friedhofsbesuchern, die uns bei den Vorbereitungs- und den Gestaltungsarbeiten der letzten Wochen über die Schulter guckten, zeigten uns, dass das Thema der Sternenkinder viele Menschen  bewegt.  Lange ein Thema, über das man nicht sprach, ein Thema, das man verdrängen musste, da aufgrund der Lebenssituation – besonders bei der Kriegs- und Nachkriegsgeneration – andere Probleme den Alltag prägten.

Doch auch heute ist die Geburt eines gesunden,  lebensfähigen Kindes nicht garantiert. Darum sind wir froh, nun auf unserem Friedhof eine Stätte des  Gedenkens zu haben. Sie ist offen für alle, zentral auf dem Friedhof gelegen und mit einer Bank zum Verweilen ausgestattet. Sie bietet Blick auf die von Künstlerhand gestaltete Sandsteinstele und die bereits  vorhandenen Kindergrabstätten, die durch eine strahlenförmige Bepflanzung mit der Stele verbunden  worden sind.

Noch sind die Pflänzchen klein, sie werden aber in den nächsten Jahren zu kräftigen Strahlen heranwachsen, die ganzjährig Insekten, wie Wildbienen und Schmetterlinge, anziehen. Symbolisch stehen die Farben und die Lebendigkeit für die Sternenkinder, die in den Herzen ihrer Familien immer  lebendig bleiben werden. Besonderer Dank geht an die vielen Spender, die die Verwirklichung der Gedenkstätte ermöglicht haben.

125 Jahre Posaunenbläserdienst in Bad Bentheim

Es ist nicht mehr genau festzustellen, wann der CVJM-Posaunenchor in Bentheim gegründet worden ist. Die erste Erwähnung war in einem Zeitungsbericht vom 2. Januar 1894.

Hier ein kurzer Überblick der Jahre:

Am Neujahrstag 1984, 12.00 Uhr, überraschten die beiden hiesigen Musikchöre, der Musikverein und der Posaunenchor des Jünglings- und Männervereins die Einwohner unserer Stadt mit Musikstücken vor dem Schloß. Der jetzige Posaunenchor hat diese Aufgabe seit einigen Jahren wieder aufgenommen.
1904 befand sich der Posaunenchor in einer Krise, da einige Bläser ausgeschieden waren. 1906, so geht es aus Berichten hervor, wechselten die Chorleiter.

Erst 15 Jahre später begann eine neue Ära unter dem Dirigenten E.H.

Aus einem Protokoll des Jünglings- und Männervereins vom 10. Juni 1925 geht hervor, dass der Posaunenchor durch den Vorsitzenden Pastor P. Stokmann aufgelöst wurde, aber im September bereits wieder neue Posaunenchorbücher von Pastor Stokmann bestellt worden sind. Anscheinend haben die aus dem Verein nicht ausgeschiedenen Mitglieder wieder einen Neuanfang mit anderen Bläsern und einem namentlich bekannten Chorleiter gewagt.

1935 wurden nur noch sechs Bläser beim Bundeshaus nach Wuppertal gemeldet. Mit Beginn des „Dritten Reiches“ wurde die Reichskulturkammer gegründet, in die auch die Posaunenarbeit eingegliedert wurde.

Nach dem zweiten Weltkrieg ist wieder ein Posaunenchor entstanden.
Zunächst waren es ein Teil der Bläser aus der alten Kriegervereinskapelle und dem Posaunenchor des Jünglingsvereins, die sich zusammentaten.

Im Sommer 1949 sind einige Bläser mit dem Fahrrad nach Lüdenscheid zum Posaunenfest des Westdeutschen Jungmännerbundes (CVJM) gefahren. 1955 wurde der damalige Posaunenchor aufgrund von Streitigkeiten aufgelöst.

Mit einem Besuch des Bläsersextetts und dem Bundesposaunenwart des CVJM-Westbunds, Herrn Richard Lörcher, kam 1956 wieder der Wunsch nach einem neuen Posaunenchor auf.
Familie Grüßing aus Ostfriesland war nach Bad Bentheim umgezogen und Herr Grüßing war bereit, in Bad Bentheim neu anzufangen. Einige Bläser vom ehemaligen Chor und einige Neuanfänger, die bereits im Chor der Nachbargemeinde gelernt hatten, bildeten den neuen Posaunenchor, der seitdem seine Bläserdienste in Gottesdiensten, bei Ständchen, an Neujahr und Ostern vor dem Schloss, wie auch bei der Gedenkfeier am Volkstrauertag verrichtet.

Trotz Umzug Gemeindeglied bleiben

Gemeindeglieder, die aufgrund persönlicher oder beruflicher Umstände aus dem Gebiet der evangelisch-reformierten Kirchengemeinde Bentheim wegziehen (z. B. im Zusammenhang mit der Aufnahme eines Studiums oder weil sie nunmehr in einer Pflegeeinrichtung außerhalb des Gemeindegebietes wohnen), gehören mit dem Wechsel des Wohnsitzes automatisch zur Kirchengemeinde des neuen Wohnortes.

Für kirchliche Amtshandlungen (z. B Taufen, Trauungen, evtl. Geburtstagsbesuche, Beerdigungen) sind dann die Pastoren der neuen Kirchengemeinde zuständig. Wer jedoch viele Jahre oder Jahrzehnte zu unserer Kirchengemeinde gehört hat, möchte vielleicht auch weiterhin kirchlich nach Bentheim gehören. Diesem verständlichen Wunsch trägt die Möglichkeit der "Umpfarrung" Rechnung: auf Antrag bleibt die bisherige Gemeindezugehörigkeit bestehen bzw. wird wieder hergestellt.

Das entsprechende Antragsformular kann in unserem Gemeindebüro bei Frau Jennrich (Tel. 5077) angefordert werden oder (bald) von der Homepage unserer Gemeinde heruntergeladen werden. Wie die nachfolgende (verkleinerte) Wiedergabe des Formulars zeigt, bedarf es für den Antragsteller nur geringen Aufwandes, um den Antrag zu stellen: er braucht im Kopf des Formulars lediglich anzukreuzen bzw. anzugeben, dass er die Fortsetzung der Mitgliedschaft in der Kirchengemeinde Bentheim bzw. (falls der Umzug bereits erfolgt sein sollte) den Erwerb der Mitgliedschaft wünscht.
Außerdem sind im blau unterlegten Bereich die Personalien anzugeben und eine Unterschrift zu leisten. Die weiteren Felder des Formulars brauchen durch den Antragsteller nicht ausgefüllt zu werden.

Für etwaige Rückfragen zum Thema Umpfarrung stehen gerne unsere Pastorin Heike Parschat (Tel. 05922-2200) oder unsere Gemeindesekretärin Susanne Jennrich (Tel. 05922-5077) zur Verfügung. Der Verbleib oder die Rückkehr in die Heimatkirchengemeinde im Wege der Umpfarrung hat auch Bedeutung für unsere Gemeinde selbst: Die Zahl der Gemeindeglieder hat maßgeblichen Einfluss auf die Höhe der jährlichen Kirchensteuerzuweisung und den Pfarrstellenschlüssel.

Was machen wir im Kindergottesdienst?

Wenn der Kindergottesdienst einmal im Monat stattfindet, dann wartet unser Team immer bis alle Kinder da sind. Am Anfang sprechen wir unser gemeinsames Gebet. Jeweils ein Kind zündet die Kerze an, ein anderes stellt die Blume hin, die Bibel wird geöffnet und hingelegt, der Fisch dazugelegt und das Geld für das Patenkind eingesammelt. Danach wird das vorbereitete Thema gestartet.

Im Mai, beim Kindergottesdienst, haben wir die Geschichte von Jesus und den Fischern als Thema gehabt. Wir haben den ersten Teil vorgelesen und sind dann aus dem Clubzimmer runter in den Eingangsbereich des Hauses der Gemeinde. Hier haben wir dann angefangen mit den Kindern ein Boot zu bauen. Die Kinder fanden das toll und fingen direkt an zu bauen und weitere Pläne zu schmieden. Damit das Boot noch schöner aussah, holten wir noch Decken und alte Kleidung, die teils zum Auslegen des Bootes, teils als Verkleidung genutzt wurden. Die Kinder schlüpften für einen Zeitraum in ihre eigene kleine Fantasiegeschichte mit Kapitänen und vielen anderen Rollen.

Nach einiger Zeit beendeten wir das Spiel und lasen den nächsten Teil der Geschichte, bis wir zu unserem nächsten Punkt kamen. Wir haben dann mit den Kindern Fische gebastelt, die die Kinder liebevoll angemalt und gestaltet haben. Als alle Fische fertig waren, gingen wir wieder zu unserem Boot und legten die Fische in Kartoffelsäcke, die die Fischernetze symbolisierten. Die Geschichte wurde weiter gelesen und es wurde erzählt, dass die Fischer mit Jesu Hilfe nun doch Fische gefangen hatten.
Also durften die Kinder die "Netze" einholen und haben die Fische auf den Boden des Bootes fallen lassen. Unser Fang wurde mit Schaschlik-Spießen über einem "Feuer" (das wir mit Stroh nachgestellt haben) gegrillt.

Nach dem Spiel haben wir alles wieder weggeräumt und die kurze Zeit bis zum Ende des Kindergottesdienstes mit "Wie tief ist das Wasser" und "Ente - Ente - Gans" spielen überbrückt. Als die Eltern kamen, sangen wir noch unser Abschlusslied und die Kinder durften ihre Fische mit nach Hause nehmen.

Neue Bänke für den Friedhof

 

Dank großzügiger Spenden konnten wir bis jetzt fünf neue Parkbänke für den Friedhof anschaffen.
Einige z.T. doch schon sehr alte Bänke können dadurch ausgetauscht werden. Die neuen Bänke werden bei guter Witterung im März ihren festen Standort bekommen. Vorhandene Bänke, die noch erhaltenswert sind, sollen in den nächsten Monaten aus gebessert und neu lackiert werden.
So können die Friedhofsbesucher einen Augenblick der Ruhe und Andacht auf dem Friedhof genießen oder sich mit anderen Menschen zu einem Gespräch zusammensetzen.
Im Namen des Kirchenrates und des Friedhofausschusses bedanken wir uns herzlich bei den Spendern!

Erläuterungen zur Läuteordnung


Samstags abends um 16.45 Uhr in Bentheim: das volle Geläut unserer Glocken 1-3 beginnt und läutet 15 Minuten lang den Sonntag ein. Niemand braucht auf seine Armbanduhr oder das Display seines Smartphones zu blicken. Im Sommer verstummen dann langsam die Rasenmäher und andere Gartengeräte. Es wird ruhiger, der Sonntag kann kommen.

Bevor der sonntägliche Gottesdienst beginnt, erklingen ab 9.45 Uhr wieder die Glocken 1-3, jedoch nur bis 9.55 Uhr, denn dann übernimmt unser Pingelchen, oben in der Turmkapelle, die Arbeit. Wer dann noch nicht in der Nähe der Kirche ist, muss sich beeilen.

Nicht nur am Sonn- oder Feiertagen erklingen unsere Glocken, auch während der Woche. Denn auch während der Woche finden Gottesdienste statt: Hochzeiten, Dankgottesdienste oder Schulgottesdienste. Ein besonderes Geläut erklingt um 0.00 Uhr in der Silvesternacht. Dieses hat einen heidnischen Ursprung und sollte ursprünglich Dämonen vertreiben. Inzwischen begrüßen wir mit diesem Geläut das neue Jahr als Jahr des Herrn.

Signalwirkung hat das Kleppen (einzelnes Anschlagen der tiefen Glocke) von 11.30 Uhr bis 11.40 Uhr. Mit dem Kleppen erfahren wir, dass ein Gemeindeglied (reformiert oder altreformiert) verstorben ist. Im Anschluss an das Kleppen erklingt dann zum Totengedenken das volle Geläut bis 12.00 Uhr. Damit ist unsere Gemeinde in Gedanken bei der trauernden Familie. Am Tag des Begräbnisses, beim Gang von der Friedhofskapelle zum Grab, erklingen dann wieder für 20 Minuten die Glocken 1-3, als Gedächtnisgeläut.

Aber auch während des Tages erklingt dreimal für jeweils zwei Minuten unsere mittlere Glocke und ruft uns seit alters her zum Gebet: morgens, 8.00 Uhr: Laudes, Morgenlob, in Erinnerung an die Auferstehung Jesu Christi am Ostermorgen, dann mittags um 12.00 Uhr: Sext, Mittagsgebet, zur Unterbrechung der Arbeit und die Vesper, das Abendgebet um 18.00 Uhr. Damit unterbricht dieses Geläut regelmäßig unseren Alltag. Manche meinen, dieses Geläut sei antiquiert und überholt. Doch gerade in unserer hektischen, digitalen Zeit, in der wir angeblich immer erreichbar sein müssen, schenken uns unsere Glocken eine erholsame Auszeit.

Gedenk- und Trauerstätte für Sternenkinder

Einrichtung und Gestaltung einer Gedenk- und Trauerstätte für Sternenkinder

Die evangelisch-reformierte Kirchengemeinde Bentheim ist Eigentümer und gleichzeitig Verwalter des evangelisch-reformierten Friedhofes in Bad Bentheim.
Auf diesem Friedhof werden jedoch nicht nur verstorbene Mitglieder unserer Gemeinde, sondern auch Konfessionslose und Angehörige anderer Religionen beerdigt.
Seit Jahren ist dieser Friedhof so auch ein Ort für die gesamte Bentheimer Bevölkerung. Ein Friedhof ist für jeden ein besonderer Platz. Menschen gehen mit gemischten Gefühlen, oft bedrückt und voller Trauer zu diesem Ort.

Wir als Kirchengemeinde möchten die betroffenen Familien und Freunde so gut wie möglich stützen und begleiten.
Ein Schwerpunkt unserer Arbeit ist nun die Gestaltung eines Bereiches als Gedenk- und Trauerstätte für Sternenkinder.
Als Sternenkinder werden Kinder bezeichnet, die mit einem Gewicht von weniger als 500 Gramm vor, während oder nach der Geburt versterben.

Der Bezeichnung liegt die Idee zugrunde, Kinder zu benennen, die den Himmel erreicht haben, noch bevor sie das Licht der Welt erblicken durften. Um diesen betroffenen Familien einen Ort der Trauer zu bieten, möchten wir eine optisch ansprechende und geschützte Stelle unseres Friedhofes umgestalten.
Neben einer ansprechenden Bepflanzung und einer Sitzgelegenheit für die trauernden Angehörigen, planen wir eine Gedenkstele aus Bentheimer Sandstein gestalten zu lassen. Der tröstende Spruch aus Psalm 147, Vers 4: „Er zählt die Sterne und nennt sie alle mit Namen“ wird darauf zu lesen sein.

Falls Sie spenden möchten für die Gedenk- und Trauerstätte für Sternenkinder: IBAN DE35 2806 9956 0120 5021 00 Bei der Grafschafter Volksbank